649 resultados para Stationäre Behandlung
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Einleitung Die Behandlung von Negativsymptomen ist bei schizophren Erkrankten bis heute wenig erfolgsversprechend. Wenige Studien zeigen inkonsistente Befunde und berichten ausschliesslich über eine dimensionale Reduktion von Negativsymptomen, jedoch nicht über Remissionsraten bei ausgeprägter Negativsymptomatik. Gegenwärtig wird der mögliche Nutzen Kognitiver Remediationstherapie zur Behandlung von Negativsymptomen diskutiert. Die von unserer Arbeitsgruppe entwickelte Integrierte Neurokognitive Therapie (INT) stellt einen Kognitiven Remediationsansatz im Gruppensetting dar und vereint Interventionen zu allen kognitiven MATRICS-Dimensionen in einem einheitlichen Therapiekonzept. Methode In einer internationalen multizentrischen RCT mit 138 ambulanten schizophrenen Patienten (DSM IV-TR) wurde die INT mit einer Standardbehandlung (TAU) verglichen. In Anlehnung an die vorgeschlagenen PANSS-Kriterien der „Remission in Schizophrenia Working Group“ (RSWG) wurden aus der Stichprobe eine Gruppe mit ausgeprägten Negativsymtomen (GN) während der Baselineerhebung definiert (n=53). Als Referenz diente eine Gruppe mit persistierenden Positivsymptomen ohne Negativsymptome (GP, n=31) sowie eine remittierte Gruppe (RG, n=54) ohne Symptome. Eine Testbatterie zu kognitiven und sozialen Funktionen sowie ein PANSS-Interview wurden vor und nach der Therapiephase von 15 Wochen sowie nach einer Einjahreskatamnese erhoben, um die Wirksamkeit von INT bei Patienten mit ausgeprägter Negativsymptomatik zu quantifizieren. Ergebnisse 1) Symptomreduktion: in der Zielgruppe GN zeigten signifikant mehr INT-Patienten (55%) als TAU-Patienten (26%) während der Therapiephase eine Remission der Negativsymptomatik. Auch nach der Katamnese erzielte INT (82%) signifiaknt höhere Remissionsraten als TAU (50%). Dagegen waren in GP keine signifikanten Symptomreduktionen gegenüber TAU nachweisbar. In RG waren signifikant geringere Rückfallraten (Symptomanstieg) bei INT (13%) gegenüber TAU (50%) nach der Therapie feststellbar. 2) Kognitive Funktionen: signifiante Effekte in GN und in RG zu Gunsten von INT konnten bezüglich der Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung und der Aufmerksamkeit gegenüber TAU nachgewiesen werden. 3) Soziale Funktionen: INT erzielte in GN und in RG eine signifikante Überlegenheit im psychsozialen Funktionsniveau (Generalisierungeffekt). Kognitive Remediationstherapie reduziert ausgeprägte Negativsymptome, unterstützt die Rückfallprophylaxe und verbessert kognitive und soziale Funktionen auch bei Patienten mit Negativsymptomen.
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Boberach: An die Behandlung der "Revolutions-Ergebnisse nach englischen und französischen Vorgängen" und der "Gallomanie in Deutschland" schließen sich Überlegungen zu den Wahlreformen und zur Preßgesetz-Reform. Ferner wird "die Bodenentlastungsfrage" erörtert. Für die Reichsverfassung wird als Vorbild Großbritannien, nicht Frankreich empfohlen und der Siebzehner-Entwurf kritisiert, weil er die Rechte der Einzelstaaten, besonders Bayerns, zu wenig berücksichtigt. Solange kein Erbkaisertum möglich ist, sollen drei oder fünf von den Fürsten und Städten gewählte Bundeskommissäre neben dem Reichsministerium an der Spitze stehen. Friedrich Wilhelm IV. ist zum Kaiser unfähig. - Wentzke: Keine Umwandlung des Staatenbundes in den Bundesstaat, sondern Festigung der Bundesverfassung durch eine Reichsverfassung. Kritik des Siebzehner-Entwurfs: Gegen die Unterstellung des bairischen [sic!] Heeres unter die Zentralgewalt: schwarz-rot-gold nur n e b e n den Landesfarben. Unmöglich können die Fürsten im Oberhaus n e b e n ihren Untertanen sitzen. Für erbliches Kaisertum, vorläufig aber ist nur ein Reichsverweser möglich, da Österreich zu sehr bedrängt wird. Seufferts Vorschlag: die in der bisherigen Bundesverfassung vereinten Fürsten und Städte ernennen drei oder fünf Vertrauensmänner bei der Reichsregierung als Bundeskommissäre neben dem Reichsministerium. "Indem den Dynastien so eine organische Wirksamkeit in der Reichspraxis zugeteilt wird, befreunden sie sich mit der Reichsverfassung und mit dem Kaisertum." Die Plenarversammlung des Bundes ernennt 1/4 der Mitglieder des Reichsgerichts und die Hälfte der lebenslänglichen Mitglieder des Oberhauses, während die andere Hälfte von den Ersten Kammern der Einzelstaaten gewählt wird. Gegen den bairischen Verfassungsentwurf ... und gegen die Erhebung des unfähigen Preußenkönigs, den die Deutsche Zeitung empfiehlt
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OBJECTIVE Precise adaptable fixation of a supracondylar humerus osteotomy with a radial/lateral external fixator to correct posttraumatic cubitus varus. INDICATIONS Acquired, posttraumatic cubitus varus as a result of a malhealed and unsatisfactorily treated supracondylar humerus fracture. Idiopathic, congenital cubitus varus (very seldom) if the child (independent of age and after complete healing) is cosmetically impaired; stability of the elbow is reduced due to malalignment (hyperextension); secondary problems and pain (e. g., irritation of the ulnar nerve) are expected or already exist; or there is an explicit wish of the child/parents (relative indication). CONTRAINDICATIONS In principle there are no contraindications provided that the indication criteria are filled. The common argument of age does not represent a contraindication in our opinion, since angular remodeling at the distal end of the humerus is practically nonexistent. SURGICAL TECHNIQUE Basically, the surgical technique of the radial external fixator is used as previously described for stabilization of complex supracondylar humeral fractures. With the patient in supine position, the arm is placed freely on an arm table. Using a 4-5 cm long skin incision along the radial, supracondylar, the extracapsular part of the distal humerus is prepared, whereby great caution regarding the radial nerve is advised. In contrast to the procedure used in radial external fixation for supracondylar humeral fracture treatment, two Schanz screws are always fixed in each fragment at a distance of 1.5-2 cm. The osteotomy must allow the fragment to freely move in all directions. The proximal and distal two Schanz screws are then connected with short 4 mm carbon or stainless steel rods. These two rods are connected with each other over another rod using the tub-to-tub technique. Now the preliminary correction according the clinical situation can be performed and the clamps are tightened. Anatomical axis and function are checked. If these are radiologically and clinically perfect, all clamps are definitively tightened; if the alignment or the function is not perfect, then further adjustments can be made. POSTOPERATIVE MANAGEMENT Due to the excellent stability, further immobilization not necessary. Immediate functional follow-up treatment performed according to pain. RESULTS Adequate healing is usually expected within 6 weeks. At this time the external fixator can be removed in the fracture clinic. Because the whole operation is performed in an extraarticular manner and the mobility of the elbow is not affected, deterioration of function has never been observed. Also regarding the cosmetic/anatomical situation, good results are expected because they were already achieved intraoperatively.
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BACKGROUND Bladder cancer represents one of the ten most prevalent cancers worldwide. More than 400,000 people worldwide are newly diagnosed every year. Within 2 years after diagnosis, 80 % of patients with muscle invasive bladder cancer without treatment die. METHODS The aggressive local surgical approach with a cystectomy is the therapy of choice. The median age of patients with de novo bladder cancer is 70 years. Thus bladder cancer is a cancer of the elderly. For demographical reasons, the number of eldery patients undergoing radical cystectomy will rise in the next few years. The type of urinary diversion is a major factor influencing perioperative morbidity and quality of life in these patients. Incontinent urinary diversions are preferentially used in daily practice. CONCLUSIONS There are only a few contraindications for orthotopic neobladder; however, age alone is not a contraindication. Patient selection and a nerve sparing approach are crucial in men and women to achieve excellent functional results with orthotopic neobladder in elderly patients.
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Für Patienten an der Hämodialyse ist nach Versagen der klassischen arterio-venösen Fisteln oder Shunts ein direkter Gefässzugang mittels Katheter lebensnotwendig. Permanente zentralvenöse Katheter penetrieren die Hals- und Thoraxweichteile und die Haut ohne rigide Befestigung. Die Infektionsrate ist hoch und führt oft zur Explantation. Knochenverankerte Hörgeräte sind zur Behandlung bei Schalleitungsschwerhörigkeit etabliert. Das Implantat sitzt fest im Felsenbein und der Aufsatz penetriert die Haut. Schwere Infektionen, die eine Explantation nötig machen, sind sehr selten. Wir nehmen an, dass einer der Hauptgründe für die tiefe Komplikationsrate die starke Befestigung des Implantats am Knochen ist, wodurch die Hautbewegungen relativ zum Knochen minimiert werden. Basierend auf den Erfahrungen mit implantierten Hörsystemen haben wir einen perkutanen knochenverankerten Hämodialysezugang im Bereich des Felsenbeins als vorteilhafte Alternative zum herkömmlichen zentralvenösen Katheterzugang entwickelt. Dabei wurde die Felsenbeinanatomie und Knochendicke zur Lokalisierung des idealen Implantationsortes untersucht; die Schraubenstabilität im Knochen getestet; ein Titanimplantat inklusive Ventile und Katheter, sowie chirurgische Instrumente zur sicheren Implantation entwickelt. Der knochenverankerte Hämodialysezugang wurde auf Flussrate, Dichtigkeit und Reinigung getestet; die Platzierung des Katheters mittels Seldingertechnik in die V. jugularis interna über eine Halsinzision festgelegt. Die Resultate unserer Arbeit zeigen die technische Machbarkeit eines im Felsenbein verankerten neuartigen Hämodialysezuganges und bilden die Grundlage einer inzwischen bewilligten klinischen Pilotstudie.
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Psychosen zählen zu den kostenträchtigsten Erkrankungen mit gravierenden Behinderungsfolgen, insbesondere bei Erstmanifestation im Kindes- und Jugendalter und verzögerter Behandlungsaufnahme. Seit den 1990er Jahren wurden daher Anstrengungen unternommen, die Behandlung frühzeitiger zu initiieren, wenn möglich vor der Erstmanifestation. Für die symptomatische Früherkennung wurden zwei alternative Ansätze verfolgt: der "ultra-high risk" (UHR) Ansatz, der Hauptsächlich auf abgeschwächten psychotischen und schizotyischen Symptomen beruht und der Basissymptom-Ansatz, der vorwiegend auf feinen selbst wahrgenommenen Störungen in Denkprozessen basiert. Basierend auf den in den letzten 20 Jahren gesammelten Befunden wurde im Februar 2015 im Rahmen des "Guidance" Projekts der EPA nun erstmals detaillierte klinische Empfehlungen für die Früherkennung und die Frühbehandlung (pharmakologisch und psychotherapeutisch) von Psychosen vorgelegt, die auch entwicklungsspezifischen Besonderheiten Rechnung tragen.
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• Das M arfan-Syndrom ist die häufigste h ereditäre Bindegewebskrankheit mit einer Häufigkeit (Prävalenz) von etwa 1:5000. • Die Ursache ist eine Mutation im FBN1-Gen. Die Vererbung erfolgt autosomal- dominant, bei etwa 30% der Fälle handelt es sich um de novo FBN1-Mutationen. • Die Hauptmanifestationen des Marfan-Syndroms sind: Aortendilatation, Mitralklappenprolaps, Augenveränderungen (Linsensubluxation) und Skelettveränderungen ( Skoliose, Thoraxasymmetrie, Platt- u nd/oder Senkfüsse, Arachnodaktylie). • Ziel einer frühzeitigen Diagnose ist die Verminderung des Risikos katastrophaler Aortendissektionen. Dies wird erreicht durch eine frühzeitige korrekte Diagnose sowie darauf basierend durch einen entsprechenden Lebensstil zur Vermeidung von hohen Blutdruckbelastungen, eine prophylaktische Behandlung mit Betablockern/Angiotensin-II-Antagonisten und den frühzeitigen prothetischen Ersatz dilatierter Aortenabschnitte.
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Welsch (Projektbearbeiter): Verordnung des Wiener Vizebürgermeisters Bergmüller aufgrund einer entsprechenden Eingabe der Wiener Maurer- und Steinmetzgesellen: Anmahnung einer menschenwürdigen Behandlung der Gesellen durch die Poliere, Schutz vor fristloser Kündigung. Die Höhe des Lohns ist von Meistern und Gesellen in freiwilliger Übereinkunft festzusetzen
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Weltweit leiden etwa 25 Millionen Menschen unter einer Herzinsuffizienz. Deren steigende Prävalenz ist auf die Fortschritte der Medizin und die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung zurückzuführen. Während eine optimale medikamentöse Therapie der wichtigste Eckpfeiler in der Behandlung der Herzinsuffizienz ist, stellt die Herztransplantation auch heute noch die beste Option in der Behandlung der terminalen Herzinsuffizienz dar, wenn sämtliche konservative Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
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Welsch (Projektbearbeiter): Veröffentlichung der Übergabebedingungen des Fürsten Windisch-Graetz: Kapitulation Wiens binnen 48 Stunden, Ablieferung der Waffen, Auflösung bewaffneter Korps sowie der Akademischen Legion, Einstellung des Erscheinens aller Zeitungen (mit Ausnahme der Wiener Zeitung), Erfassung aller Ausländer, Aufhebung sämtlicher Klubs. Zuwiderhandelnden droht die standrechtliche Behandlung. Mitgeteilt vom Oberkommandierenden der Nationalgarde Messenhauser
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BACKGROUND The clinical presentation of spondylsodiscitis/spondylitis are manifold. This commonly leads to a period of several months from initial symptoms to final diagnosis. A standardised treatment is difficult. The purpose of this study is to investigate the treatment carried out for patients with spondylodiscitis or spondylitis to develop an individualised standard care for better treatment. PATIENTS AND METHODS Data of 90 patients were retrospective analysed. In particular documented data of the initial examination and the following treatments concerning identification of causes and systematically control of pathogens were examined. RESULTS In 91 % of patients a diagnostically conclusive MRI was conducted. The degree of spondylidiscitis/spondylitis was mainly ASA criteria I or II (86 %). In 96 % of patients different diagnostic methods for identification of pathogens were conducted and documented. RESULTS confirmed the most common pathogens mentioned in the literature. 75 % of patients were treated by surgery. In 93 % of patients an antibiotic treatment was documented. 50 patients (81 %) were successfully healed. CONCLUSION It is important to identify and treat spondylodiscitis/spondylitis as early as possible. Diagnosis by means of blood culture and MRI and treatment of the infection with antibiotics and possibly surgical interventions seem be very suitable, but need to be individualised to each and every patient.
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Auch wenn der Großteil intervertebraler degenerativer Diskopathien weiterhin der thorakolumbalen Wirbelsäule vorbehalten bleibt, sind 14–16 % der Fälle akute zervikale Bandscheibenextrusionen. Es gibt viele Ähnlichkeiten in der Pathogenese der Diskopathie beider Lokalisationen, allerdings muss man sich über einige sehr wichtige Unterschiede in der neurologischen Präsentation und Prognose im Klaren sein. Diese beeinflussen die Entscheidungsfindung zur Behandlung von zervikalen Diskopathien erheblich.
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Wie im Krankenversicherungsrecht die Leistungserbringer (Ärzte, Spitäler, Pflegeheime etc.) entschädigt werden, legt das Krankenversicherungsgesetz nur in Grundzügen fest. Viele wichtige Fragen werden erst auf Tarifebene geklärt. Tarife müssen angepasst werden. Neue Behandlungsmethoden entstehen; technische Veränderungen müssen beachtet werden; die Alterung der Gesellschaft schreitet voran; die Qualität der Behandlung soll erhöht werden. Tarifanpassungen gehören zu den besonders schwierigen Fragen. Und auch dazu gibt das Krankenversicherungsgesetz kaum Vorgaben. Die Publikation von Kieser/Oggier/Bührer greift das Thema grundsätzlich in einem weit gefassten interdisziplinären Bogen, mit Fokus auf den ambulanten Bereich, auf. Es werden Antworten und Einordnungen vorgeschlagen und begründet. Damit will die Publikation den Vorgang der Tarifanpassung kritisch und fundiert begleiten.
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Achtsamkeit hat seine Ursprünge in einer über 2500 Jahre alten, östlich-buddhistischen Tradition und kann konzeptualisiert werden als eine spezifische Form der Aufmerksamkeit, die nicht-bewertend, absichtsvoll und auf den aktuellen Moment fokussiert ist. Zentrale Ziel dieser Studie zu identifizieren, ob Übungen mit Achtsamkeitselementen, die zu Beginn von Therapiesitzungen durchgeführt werden, helfen können, den therapeutischen Prozess zu verbessern. Spezifischer werden die Effekte einer kurzen Übung mit Achtsamkeitselementen auf den therapeutischen Prozess und Behandlungserfolg unter Effectiveness-Bedingungen untersucht, die von ambulanten Patienten und Therapeuten gemeinsam zu Beginn jeder Therapiestunde durchgeführt wird. Dabei werden 150 Patienten vor dem Start ihrer therapeutischen Behandlung und nach Abschluss einer sechs Sitzungen andauernden diagnostischen Phase randomisiert auf entweder eine Achtsamkeitsinterventionsgruppe (AIG), eine Kontrollgruppe (KG), die eine Kurzversion von Progressiver Muskelrelaxation (PMR) durchführt, oder auf eine Treatment As Usual (TAU)-Gruppe. Das Studiendesign und erste Ergebnisse einer Vorstudie werden skizziert.
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Kognitive Interventionen haben sich bei der Behandlung von Schizophrenie als wirksam erwiesen und werden in nationalen Behandlungsleitlinien empfohlen. Viele Patienten mit Schizophrenie-Diagnose haben jedoch keinen Zugang zu ambulanten Psychotherapie-Plätzen nach stationären Klinikaufenthalten. Ein alternativer Zugangsweg zu kognitiven Interventionen sind Online- Selbsthilfe-Programme, welche sich bei anderen psychischen Störungen wie Depression und Angststörungen bereits als effektiv erwiesen haben. Im Rahmen einer Pilotstudie wird ein Symptom-orientiertes, KVT-basiertes Online-Selbsthilfe-Programm für Menschen mit Verfolgungsideen getestet. Das Programm besteht aus acht Einheiten und beinhaltet neben Psychose-bezogenen Inhalten (Störungsmodell, Rückfallprophylaxe, etc.) auch Einheiten zu Selbstwert, Umgang mit Sorgen und Schlafhygiene. Die TeilnehmerInnen werden wöchentlich von klinischen PsychologInnen per eMail kontaktiert (geleitete Selbsthilfe). Primäres Outcome-Maß ist das Ausmaß von Verfolgungswahn (Paranoia Checklist), sekundäre Outcome-Maße beinhalten Abbruchquoten, allgemeine Psychopathologie, Nebenwirkungen und Zufriedenheit. In die aktuell laufende Studie sollen insgesamt N=20 Teilnehmer eingeschlossen werden. Chancen und Einschränkungen von internet-basierter Selbsthilfe bei Psychose werden vor dem Hintergrund der vorläufigen Ergebnisse diskutiert.