641 resultados para Skapande skola-projekt


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Ein interdisziplinäres und interaktives Medienprojekt von und für junge Menschen zum Thema "Regionale Klimaänderungen". Der Klimawandel ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen und Handlungsfelder unserer Zivilgesellschaft, mit weltweiter Relevanz und regionalen Auswirkungen. Die jungen Menschen heute sind diejenigen, die in Zukunft von den Folgen der Klimaveränderungen besonders stark betroffen sein werden. Sie sind aber auch gleichzeitig gefordert zu erkennen, dass wir andere Lebensstile finden und Vermeidungs- und Anpassungsstrategien jetzt auf den Weg bringen müssen, da diese Maßnahmen nur sehr langfristig wirken. Es liegt noch zu wenig im Erfahrungs- und Erlebenshorizont vieler junger Menschen, Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung als wichtige Bausteine für die eigene Zukunft zu begreifen und aktiv als Thema anzunehmen. Daher bedarf es einer frühen und intensiven Auseinandersetzung mit dieser gesellschaftlichen Herausforderung als Teil der eigenen Lebenswirklichkeit. Zielgruppe des Medienprojektes war hier die heranwachsende Generation im Ausbildungsalter (16-30 Jahre). Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM (Regionale Klimaänderungen) und die DEKRA Hochschule Berlin haben sich 2013 gemeinsam auf den Weg gemacht, den Prozess der Auseinandersetzung und der Bewusstseinsbildung für die Bedeutung dieses Themas für junge Menschen in einem gemeinsamen interdisziplinären Projekt anzustoßen (www.reklim-medienprojekt.de). Gewählt für die Umsetzung dieses Projektes wurde die internationale REKLIM Konferenz "Our Climate - Our Future, Regional Perspectives on a global Challenge", die vom 6. - 9. Oktober 2014 in Berlin stattfand. Das ins Leben gerufene Medienprojekt zu dieser wissenschaftlichen Konferenz vereinte die Expertisen beider Projektpartner, um das Thema "Regionale Klimaänderungen" von jungen Menschen für junge Menschen zu adressieren und sie in ihrer eigenen Sprache und Mediennutzung zu erreichen. Insgesamt konnten mehr als 80 Studierende aus den Studiengängen Fernsehen und Film, Journalismus und Medienmanagement der DEKRA Hochschule Berlin in diesem einzigartigen Projekt in die Wissenschaftskonferenz eingebunden werden. Mit selbst konzipierten und produzierten Medienprodukten (u.a. einem Blog, mehreren Dokumentarfilmen, Viralen Videos sowie täglichen Berichterstattungen) für die Öffentlichkeit sollten die regionalen Aspekte des Klimawandels, die in der Helmholtz-Klimainitiative REKLIM wissenschaftlich erarbeitet werden, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Den Studierenden kam dabei die wichtige Rolle zu, die wissenschaftlichen Inhalte in eine filmkünstlerische, journalistische und junge Sprache zu transformieren, mit unvoreingenommener Perspektive auf die Probleme zu schauen und die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei gleichsam mit einzubinden. So ist in dem Projekt ein wichtiger Dialog- und Lernprozess zwischen den verschiedenen Disziplinen entstanden. Darüber hinaus bot die Zusammenarbeit für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des REKLIM-Verbunds und der beteiligten Zentren eine einmalige Chance, eine mediale Öffentlichkeit herzustellen, die es in dieser Form vermutlich für eine derartige Konferenz noch nicht gegeben hat. Für die Studierenden der DEKRA Hochschule bedeutete das Medienprojekt wichtige Erfahrungen in der projektbezogenen Arbeit mit einem externen Partner zu einem gesellschaftsrelevanten Thema zu sammeln. Das REKLIM-Medienprojekt verfolgt die Ziele: - in einem interdisziplinären und interaktiven Projekt junge Menschen zur Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung der regionalen Klimaänderungen anzuregen, - durch die von den Studierenden entwickelten Medienprodukte eine Verbindung zwischen den wissenschaftlichen Arbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zu ermöglichen, - einen Dialogprozess zwischen Wissenschaftler/-innen und Studierenden zu initiieren, - wissenschaftliche Inhalte über künstlerische und mediale Transferprozesse anschaulich und ansprechend einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere jungen Menschen, näherzubringen, um sie für das Thema Klimawandel und seine regionalen Auswirkungen zu sensibilisieren, - einen Dialog- und Lernprozess zwischen den verschiedenen Disziplinen anzuregen.

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Verbindung mariner Paläotemperatur-Kurven mit dreidimensionaler, gekoppelter Atmosphäre-Ozean Modellierung [Integrating marine multiproxy temperature estimates and three-dimensional coupled atmosphere/ocean modelling] Das Projekt war ein Beitrag zur Untersuchung des Klimas des Holozäns. Es basierte auf zwei Standbeinen: Der Heranziehung von weltweit verfügbaren, unbearbeiteten, aktualisierten und neu zusammengestellten marinen multiproxy Temperaturrekonstruktionen einerseits und der Verwendung von gekoppelten Zirkulationsmodellen für Atmosphäre und Ozean andererseits. Das Modell arbeitete mit relativ geringer Auflösung und Rechenzeit und ist für transiente Simulationen des Paläoklimas angepaßt. Für eine möglichst große globale Abdeckung der Zeitserien von Klimaproxies wurden Sedimentdaten herangezogen, die eine geringe aber dennoch höchstmögliche zeitliche Auflösung im Bereich von 50 bis 200 Jahren besitzen. Sowohl Datenrekonstruktion als auch gekoppelte Klimamodellierung erzeugten dreidimensionale Datensätze, zwei räumliche Dimensionen auf der Erdoberfläche, sowie die Zeit als dritte Dimension. Raumzeitliche Muster wurden im Rahmen des Projektes untersucht. Die eingehende Analyse rekonstruierter wie der Modell-Daten sollte einerseits das Verständnis für Klimaänderungen verbessern, die in Proxydaten gefunden werden und andererseits eine Validierung der Klimavariabilität im Modell ermöglichen. Die Musteranalyse ergab Einblicke in die Mechanismen, die zur Heterogenität von Erwärmung und Abkühlung im Holozän beitragen. Die Weiterführung der Klimasimulationen des Holozäns in die Zukunft der nächsten Jahrhunderte diente einer besseren Abschätzung der zukünftigen Klimaänderung.

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Die im Rahmen des zweijährigen Forschungsprojekts über paläomagnetisch-sedimentologische Analysen sedimentärer Zyklen in der Weddell See und ihre stratigraphische Interpretation durchgeführten Arbeiten lieferten Ergebnisse zur Geschichte glaziomariner Sedimentationsprozesse am antarktischen Kontinentalrand. So konnte für ein Kernprofil mit einer außergewöhnlichen Terassenstruktur eine fazielle Gliederung und stratigraphische Einordnung erreicht werden, die auch auf größere Areale in der Weddell See anwendbar sind. Aufgrund der stratigraphischen Randbedingungen konnten die gewonnenen paläo- und gesteinsmagnetischen Messungen in eine Altersstruktur integriert und zusammen mit den sedimentologischen Parametern im Hinblick auf lokale und regionale Umweltveränderungen interpretiert werden. Insbesondere die gesteinsmagnetischen Analysen haben gezeigt, daß die magnetische Kornfraktion als accessorischer Bestandteil im Gesamtsediment dennoch an die Sortierungsprozesse des terrigenen Sedimenteintrags gekoppelt ist. Die ungewöhnlich deutlichen Variationen korngrößenabhängiger Parameter zeigten weiterhin, daß in Verbindung mit einer hochauflösenden Stratigraphie die magnetische Detailanalyse und ein besseres Verständnis der Sedimentationsprozesse in der Nähe der Schelfeiskante und speziell bei Meeresspiegeltiefständen die Möglichkeit eröffnen, unmittelbar Aussagen über die Bewegungen der Schelfeise und die Qualität der Meereisbedeckungen zu machen. Die gezielte Fortsetzung dieser Arbeiten in anderen Arealen am antarktischen Kontinentalrand ist daher wünschenswert. Die verwendeten Verfahren lassen sich mit den derzeit verfügbaren Instrumenten noch erweitern und versprechen durch die sehr sensitive Methodik detaillierte Aussagen zu glaziomarinen Sedimentationsprozessen.

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Syftet med denna studie är att förstå hur ungdomar, som tillfrågats informellt av lärare att utöva socialt stöd till en utsatt skolkamrat, upplever situationen och vilken innebörd socialt stöd har för dem. Genom tolkande fenomenologisk metod har kvalitativa intervjuer med sex ungdomar i åldern 15-18 år genomförts och analyserats. Resultatet visade tre huvudteman i upplevelsen. Dubbla känslor beskriver en kluvenhet inför rollen med såväl positiva som negativa upplevelser. De upplevde förståelse av stödet som en arbetssituation genom att tala om rollen som ett uppdrag, beskriva den utsatte som annorlunda än de själva och markera stödets avgränsning till skoltiden. I informanternas berättelser om stödets utformning framkom deras syn på innebörden av socialt stöd, som att få med den utsatte i gemenskapen. De uttryckte även en önskan att fler elever ska involveras i stödarbetet. Slutsatsen är att rollen kan innebära en utsatt position och att barn och ungdomar, som utövar informellt socialt stöd till en skolkamrat på uppdrag av lärare, behöver uppmärksammas och vikten av stöttning till dem belysas samt beforskas ytterligare. Studien bidrar med ny kunskap om upplevelser av att utöva informellt stöd i skolan.

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Publicerad 16 maj, 2012 - 11:19 Att många religiösa ledare i moskéer ger uttryck för kvinnoförtryckande idéer innebär inte att alla gör det. I min undersökning ingår kvinnors berättelser om hur de i moskén erbjudits just det som samhället borde garantera, nämligen skyddat boende och stöd för dem som vill komma bort från ett våldspräglat hem, skriver Pia Karlsson Minganti. Kvinnor som vänder sig till rådgivare i moskéer kan få ta emot direktiv som är präglade av manscentrering och rent kvinnohat. Kvällens Uppdrag granskning visar exempel på detta. Utan att själv ha haft möjlighet att se programmet i sin helhet kan jag förutse starka reaktioner och krav på åtgärder. Jag arbetar själv mot könsförtryck, anser att våld och tvång ska polisanmälas och att redan existerande lagstiftning bör tillämpas. Med utgångspunkt i min egen forskning bland medlemmar i muslimska ungdomsföreningar i Sverige tror jag emellertid att debatten nu kan tjäna på att jag bidrar med perspektiv på moskéer som mer än endast arenor för misogyni. Insikten om att kategorin muslim samlar en miljard människor med alla tänkbara ideologiska orienteringar borde idag vara en självklarhet. På samma sätt är muslimska församlingar präglade av variation. Att många (just nu de flesta?) religiösa ledare i moskéer ger uttryck för kvinnoförtryckande idéer innebär inte att alla gör det. Inte heller innebär det att imamerna ifråga har kvinnoförtryck som uttalad målsättning eller aldrig verkar för kvinnors rättigheter. Verkligheten är som bekant komplex. En viktig poäng i sammanhanget är att islamiska rådgivare allt oftare är kvinnor. Internationell forskning visar på en samtida trend där kvinnor etablerar auktoritet i moskéer och organisationer, och virtuellt på internet. Det sker på eget initiativ, men även genom uppmuntran från manliga företrädare och genom statliga initiativ. De flesta bidrar som volontärer, som till exempel de ungdomsledare som runt om i Sverige engagerar ungdomar i allt från islamstudier till läxhjälp och alternativa helgaktiviteter på behörigt avstånd från alkohol och droger. Inom sina föreningar fungerar kvinnorna som beslutsfattare och organisatörer, som styrelseledamöter och ordföranden. De deltar också i andra offentliga sammanhang som föredragshållare och debattörer och samarbetspartners i olika projekt. Många av dessa projekt har till syfte att motverka diskriminering på grundval av kön, hudfärg och religiös tro. Kvinnornas religiösa engagemang kan liknas vid den kristna väckelserörelsen. Kvinnor, ungdomar och andra marginaliserade grupper sluter sig samman och studerar Koranen utan direkt inblandning av konventionella auktoriteter. De islamiska källorna används för att genomdriva förändringar och för att försvara bland annat kvinnors rättigheter. För många framstår våld mot kvinnor som en absurditet, helt oförenlig med islam. Vad jag försöker frammana här är en kontext där kvinnor kan instrueras att inte polisanmäla en misshandlande make, men där samtidigt andra typer av råd ges av olika tongivande personer och även hjälp att fly ut ur akuta våldssituationer. I min undersökning ingår kvinnors berättelser om hur medlemmar i moskéförsamlingar har erbjudit just det som samhället borde garantera, nämligen skyddat boende och stöd för dem som vill komma bort från ett våldspräglat hem. Det är bra att media granskar representanter i moskéer. Kritik kan bidra positivt till utvecklingen av islam i Sverige och motverka att män med destruktiv syn på könsrelationer fortsätter att dominera. Men det är viktigt att kritiken inte är ensidig eller fragmentarisk. När kvinnoförtryck såsom nedtystat våld och sexuellt tvång bland muslimer debatteras är även en annan form av förtryck närvarande: förtrycket mot muslimer som grupp. Det finns en tendens i dagens samhälle att peka ut muslimer som ett exceptionellt hot – mot kvinnor, homosexuella, judar, ”vanligt folk” och samhället i stort. Stigmatisering får flera olyckliga konsekvenser. För det första riskerar kvinnoförtryck i andra sammanhang att osynliggöras. I vilka andra miljöer borde tevereportage med dold kamera göras för att blotta de tänkesätt som leder till kvinnors lidande och död? Det är naturligtvis provocerande i sammanhanget, men erinra etnologen Jesper Fundbergs forskning om hur pojkfotboll fostrar unga i en miljö som knappast har gjort upp med sin sexism, rasism och homofobi. När gav den muslimkritiske debattören senast sitt stöd till en kvinnojour, med ett erkännande ord, praktiskt handtag eller rentav ekonomiskt bidrag? För det andra, politiska entreprenörer i islamofobi slår mynt av att muslimer pekas ut som det primära hotet. Sverigedemokrater hörs plötsligt försvara kvinnors, homosexuellas och judars rättigheter med hjälp av feministiska och antirasistiska argument med udden riktad mot muslimer och islam. För det tredje visar forskning på en tendens bland kvinnor i utsatta minoriteter att sluta upp bakom mansdominerade ledarskikt i syfte att värna gruppens väl, även om de samtidigt är kritiska mot dessa mäns tolkningar och praktiker. Att ensidigt förknippa islam med fenomen som våld mot kvinnor kan alltså få starkt negativa konsekvenser för prioriteringen av muslimska kvinnors välfärd. Våren 2010 debatterades riksorganisationen Sveriges Unga Muslimers val av gästföreläsare till sin årliga konferens. Den tänkta gästen förknippades med homofoba yttranden och debatten resulterade i att Ungdomsstyrelsen granskade ett antal bidragsberättigade religiösa ungdomsorganisationer för eventuell diskriminering mot homosexuella. Förutom Sveriges Unga Muslimer prövades även Ungdomsinitiativet inom Syrisk-ortodoxa ärkestiftet, Riksförbundet unga katoliker, Evangeliska frikyrkans och Pingstkyrkans ungdomssektioner. Granskningen av gruppernas formella handlingar gav inga skäl till att dra tillbaka deras statsbidrag och ingen fördjupad kontroll av enskilda medlemmars uttalanden gjordes. Exemplet visar att omfattningen av statlig granskning vägs mot människors grundlagsstadgade rättighet att organisera sig efter egna intressen och behov. Enskilda förgrundsgestalter är inte synonyma med sina samfund. I samma anda menar jag att tilltro till muslimers, kvinnor inräknade, förmåga att debattera, förhandla, tänja på och motstå förtryck gör det rimligt att framhålla muslimska församlingar och föreningar, inte bara som arenor för misogyni, utan även som plattformar för aktivt medborgande. En sådan tilltro bottnar också i insikten att det är möjligt att förändra de mest seglivade normer. Det visar inte minst den kriminalisering av våldtäkt inom äktenskapet som till slut skedde i Sverige 1965. Pia Karlsson Minganti, doktor och forskare i etnolog, Stockholms universitet

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Review of: Dieter Strauss: Oh Mann, oh Manns. Exilerfahrungen einer berühmten deutschen Schriftstellerfamilie. Peter Lang Verlag, Frankfurt a. M. 2011 „Noch ein Buch über die Manns?“ überschreibt Dieter Strauss eher rhetorisch als selbstkritisch das erste Kapitel seines Buches „Oh Mann, oh Manns. Exilerfahrungen einer berühmten deutschen Schriftstellerfamilie“, das im vergangenen Jahr bei Peter Lang erschienen ist. Er weiß nur zu gut, dass das Publikumsinteresse an dieser Familie mehr als 50 Jahre nach Thomas Manns Tod ungebrochen ist, und er verfolgt ein ambitioniertes Projekt. Auf den kaum mehr als 100 Seiten seines Buches versucht er, sich nicht weniger als acht Repräsentanten der Familie Mann zu widmen und ihre Auslandserfahrungen zu beleuchten. Man scheut sich, dem Autor zu folgen und für das hier behandelte durchgängig den Begriff „Exil“ zu verwenden, der in seiner klassischen Definition einen politischen Aspekt enthält, welcher zwar bei den mittleren Generationen vorhanden ist, aber für Julia Mann, die halb-brasilianische Mutter von Heinrich und Thomas, und für ihren Urenkel Frido kaum veranschlagt werden kann. Diese methodische Unsauberkeit bleibt leider nicht die einzige Schwäche, die bei der Lektüre des schmalen aber kostspieligen Bändchens auffällt. Die Entscheidung des Autors, das Augenmerk auf die internationale Dimension im Leben der Manns zu legen, entspringt vermutlich seiner persönlichen Geschichte als Goethe-Institut-Leiter im Ausland, und Strauss nähert sich dem Thema mit einer entsprechend großen Sensibilität für transnationale Lebensläufe. Zugleich stellt die Existenz der Manns zwischen den Kontinenten in der Tat einen Aspekt der Familiengeschichte dar, dessen Einfluss in der Mann-Forschung bisher nicht ausreichend gewürdigt worden ist. Das spricht beides zunächst für dieses Buch. Leider verspricht Strauss jedoch mehr, als er angemessenerweise halten kann. So wird dem Leser unter anderem in Aussicht gestellt, das Buch könne auf die Fragen nach dem selbstzerstörerischen Lebensstil mehrerer Familienmitglieder (besonders Erika Manns) eine Antwort geben. Diese bleibt freilich aus. Einerseits muss das fast zwangsläufig der Fall sein, weil sich aus dem komplexen Geflecht persönlicher, psychischer und politischer Umstände, die auf die Manns einwirkten, so schwer klare Beweggründe ermitteln lassen – wenngleich die negativen Erfahrungen des Exils, besonders aber auch die desillusionierende Nachkriegszeit sicher eine bedeutende Rolle spielten. Andererseits kann Strauss aber auch deshalb nur wenig Antworten oder Thesen liefern, weil sein Buch kaum argumentiert. Immer wieder vermisst man beim Lesen eine Einordnung und Bewertung des Beschriebenen. Darüber hinaus sind die einzelnen Teile nur lose aneinandergefügt und es wird häufig unmittelbar von einem Mitglied der Familie zum nächsten gewechselt. Diese Technik der übergangslosen Aneinanderreihung kommt oft sogar dann zur Anwendung, wenn von verschiedenen Generationen die Rede ist. Anstelle eines Musters übergreifender Übereinstimmungen, was möglicherweise die Intention dieser Zeitsprünge ist, ergibt sich aufgrund der mangelnden Leserführung leider ein konfuser Gesamteindruck. Zudem besteht das Buch in weiten Teilen aus einer Zitatmontage. Dies hat Vor- und Nachteile. Dass die Manns, wie Strauss einleitend erläutert, „selbst zu uns sprechen“, macht die Hauptfaszination des Buches aus. Auf engem Raum findet man hier viele Äußerungen über die Erfahrung des Heimatverlustes, der politischen Verfolgung und des Fußfassens im Ausland versammelt. Wir folgen insbesondere Heinrich und Thomas, Klaus und Erika, wie sie teils enthusiastisch, teils widerstrebend Deutschland verlassen und wie sich ihr Verhältnis zur Heimat und zu ihren Gastländern, insbesondere zu den kontrovers beurteilten USA, entwickelt und wandelt. Dadurch entsteht in der Tat ein erfreulicher Eindruck von Unmittelbarkeit, der dem Leseerlebnis zuträglich ist und dem Buch über die zeitliche Distanz der Äußerungen hinweg eine große Lebendigkeit verleiht. Die so erfolgreich vermittelte Eloquenz aller Mitglieder dieser Schriftstellerfamilie geht jedoch bei Strauss auf Kosten von Analyse und Argumentation. Häufig werden die Zitate kaum eingeordnet, und zumeist allenfalls knapp kommentiert. Etwas flapsige Formulierungen wie „klar, dass“ und „logisch, dass“ beeinträchtigen das Lesevergnügen leider zusätzlich und auch der leicht alberne Titel des Buches ist dem Ernst des Inhalts nicht angemessen. Die offensichtliche Scheu, das Dargestellte auch zu bewerten, entspringt möglicherweise auch einer mangelnden Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand. Darauf deutet zumindest die weitgehende Abwesenheit von Sekundärliteratur in der Bibliografie hin. Lediglich Klaus Harpprechts erfolgreiche Thomas Mann-Biografie sowie Irmela von der Lühes einflussreiche Lebensbeschreibung von Erika Mann sind dort vertreten. Namen wie Hermann Kurzke sucht man vergebens, und Hans Wysling ist zwar vorhanden, wird aber falsch buchstabiert. Dementsprechend knapp fällt das Fazit des Buches aus, das anstelle einer abschließenden Bewertung oder Einordnung der Auslandserlebnisse der Manns ihre „Anpassung an die Fremde“ in eine rechnerisch bestimmte „Regelmäßigkeit“ in ihrer Anpassung an die Fremde konstatiert. So bleibt am Ende ein Gefühl der Enttäuschung darüber, dass man so viel und doch zugleich so wenig erfahren hat. Wer eine knappe Zusammenstellung von Original-Äußerungen zum Thema sucht, dem sei dieses Buch empfohlen. Wahre Mann-Enthusiasten tun vermutlich besser daran, gleich zu den Briefen und Tagebüchern dieser „einzigartigen Familie“ (Marcel Reich-Ranicki) zu greifen.

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A tanulmány célja kettős. Egyrészt bemutatja a geotermikus energia villamosenergia-termelési célú hasznosításának technológiai lehetőségeit, másrészt szakmai becslések alapján elemzi a Magyarország geotermikus potenciálján megvalósítható jellegzetes projekt gazdaságossági mutatóit. A tanulmány első részében bemutatjuk a geotermikus alapfogalmakat és a geotermikus alapú villamosenergia-termelés jelenlegi helyzetét. Ezek után tárgyaljuk a különböző ipari méretekben használt technológiák jellemzőit, illetve a geotermikus erőforrások felhasználási lehetőségeit nagyságrendileg bővítő, de ma még csak kísérleti léptékben alkalmazott EGS technológiát. A tanulmány második felében értékeljük a magyarországi geotermikus potenciált, illetve 4 különböző kapacitás esetén becsüljük egy Magyarországon megvalósítható geotermikus erőmű gazdaságossági paramétereit. Érzékenységvizsgálatoknak vetjük alá a kapott eredményeket a nagyobb megbízhatóság érdekében.

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A dolgozat célja egy vállalati gyakorlatból származó eset elemzése. Egy könyvkiadót tekintünk. A kiadó kapcsolatban van kis- és nagykereskedőkkel, valamint a fogyasztók egy csoportjával is vannak kapcsolatai. A könyvkiadók projekt rendszerben működnek. A kiadó azzal a problémával szembesül, hogy hogyan ossza el egy frissen kiadott és nyomtatott könyv példányszámait a kis- és nagykereskedők között, valamint mekkora példányszámot tároljon maga a fogyasztók közvetlen kielégítésére. A kiadóról feltételezzük, hogy visszavásárlási szerződése van a kereskedőkkel. A könyv iránti kereslet nem ismert, de becsülhető. A kis- és nagykereskedők maximalizálják a nyereségüket. = The aim of the paper is to analyze a practical real world problem. A publishing house is given. The publishing firm has contacts to a number of wholesaler / retailer enterprises and direct contact to customers to satisfy the market demand. The book publishers work in a project industry. The publisher faces with the problem how to allocate the stocks of a given, newly published book to the wholesaler and retailer, and to hold some copies to satisfy the customers direct from the publisher. The publisher has a buyback option. The distribution of the demand is unknown, but it can be estimated. The wholesaler / retailer maximize the profits. The problem can be modeled as a one-warehouse and N-retailer supply chain with not identical demand distribution. The model can be transformed in a game theory problem. It is assumed that the demand distribution follows a Poisson distribution.